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Morbus Crohn – 5-Aminosalizylsäure
Lange haben Mediziner vermutet, dass 5-Aminosalizylsäure-Präparate (Mesalazin) die entzündungsfreien Intervalle beim Morbus Crohn verlängern können, also eine Remissionserhaltung möglich ist. Neue Studien zeigen jedoch, dass Mesalazin wahrscheinlich nur bei der Therapie des akuten geringen bis mäßigen Schubs eine gewisse Wirkung hat. Mesalazin wird deshalb als Dauertherapie beim Morbus Crohn oft nicht mehr eingesetzt. Zäpfchen und Einläufe bei Morbus Crohn im Dickdarm In neueren Präparaten liegt die 5-Aminosalizylsäure als freier Wirkstoff vor. Um ihn vor einer vorzeitigen Aufnahme im Dünndarm zu schützen, ist er von einer Hülle umgeben, die eine Freisetzung erst ab dem unteren Dünndarm ermöglicht. Der Wirkstoff gelangt so in jene Bereiche, die am häufigsten von der Entzündung betroffen sind. Für einen eng begrenzten Befall im Rektum oder im unteren Dickdarm stehen darüber hinaus Zäpfchen, Schäume oder Einläufe (Klysmen) zur Verfügung. 5-Aminosalizylsäure hat relativ wenige Nebenwirkungen Die 5-Aminosalizylsäure wird üblicherweise bei leichten und mittelschweren Schüben eingesetzt. Bei einem geringen Prozentsatz der Patienten kommt es zu Kopfschmerzen, Hautausschlägen, Magenbeschwerden oder Fieber. In sehr seltenen Fällen sind auch die inneren Organe von Nebenwirkungen betroffen.
PMS – Hausmittel
Wer unter dem Prämenstruellen Syndrom (PMS) leidet, kann es auch einmal mit Hausmitteln probieren. Einen wissenschaftlichen Nachweis für deren Wirksamkeit gibt es zwar meist nicht, jedoch können sie erfahrungsgemäß bei vielen Frauen die Beschwerden lindern. Hausmittel 1: Pflanzliche Mittel Es gibt verschiedene pflanzliche Mittel, die Beschwerden wie depressive Verstimmungen, Wassereinlagerungen, Spannungsgefühle in den Brüsten oder Kopfschmerzen lindern sollen. Häufig angewandt werden zum Beispiel Mönchspfeffer und Johanniskraut. Hausmittel 2: Entspannung Es wird vermutet, dass Stress bei der Entstehung des Prämenstruellen Syndroms eine Rolle spielen könnte. Deshalb kann auch Entspannung hilfreich sein, um die Beschwerden zu lindern. Helfen können zum Beispiel Entspannungstechniken wie Yoga, autogenes Training oder die progressive Muskelentspannung, aber auch Bäder mit entspannenden Zusätzen wie Lavendel, Rosenholz oder Melisse. Hausmittel 3: Wärme Wärme kann vor allem bei Unterleibs- und Rückenschmerzen helfen. Auf den Unterbauch können Sie sich zum Beispiel eine Wärmflasche legen, den Rücken können Sie mit einer Rotlichtlampe bestrahlen. Auch Saunagänge können guttun.
Regelschmerzen – Symptome
Krampfartige, ziehende oder dumpfe Schmerzen im Unterleib – das sind die typischen Symptome von Regelschmerzen (Dysmenorrhö). Manchmal strahlen die Schmerzen während der Periode bis in den Rücken, die Oberschenkel oder den Bauch aus. Auch Schmerzen im Beckenbereich, Übelkeit und Erbrechen können auftreten. Regelschmerzen beginnen meist mit der Menstruation und können dann etwa vier bis sechs Tage anhalten. Treten die Beschwerden hingegen einige Tage vor Beginn der Periode auf, spricht man vom Prämenstruellen Syndrom (PMS). Typisch für PMS sind auch andere Symptome wie Kopfschmerzen, depressive Verstimmungen oder spannende, schmerzende Brüste. Primäre und sekundäre Dysmenorrhö Man unterscheidet zwischen primärer und sekundärer Dysmenorrhö. Primär bedeutet, dass die Regelschmerzen bereits seit der ersten Monatsblutung bestehen – also schon in der Pubertät angefangen haben. In den meisten Fällen bessern sich die Symptome nach der ersten Geburt eines Kindes. Bei der sekundären Dysmenorrhö kommt es erst in späteren Jahren (Frauen um die 30) oder nach einer Geburt zu einer schmerzhaften Regelblutung. Das Ausmaß der Beschwerden kann sehr unterschiedlich ausfallen. Einige Frauen sind so stark betroffen, dass sie arbeitsunfähig sind. Typische Symptome sind Schmerzen im Beckenbereich, Unterleibskrämpfe sowie Übelkeit und Erbrechen.
Rheumatoide Arthritis – Medikamente/Leflunomid
Leflunomid gehört zu den Basistherapeutika gegen die rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis, Rheuma). Das Medikament wird in Tablettenform verabreicht. Wirkungsweise Leflunomid hemmt Entzündungszellen (aktivierte Lymphozyten) und verlangsamt die Wucherung der Gelenkinnenhaut. Hierdurch wird das Fortschreiten der Krankheit verzögert. Behandlungsdauer Leflunomid wird als Dauertherapie eingesetzt. Mit einem Wirkungseintritt ist nach vier bis sechs Wochen zu rechnen. Wenn nach vier Monaten keine Besserung eingetreten ist, sollte die Therapie überprüft werden. Nebenwirkungen Häufige Nebenwirkungen sind Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Haarausfall und Hautrötungen. Problematischer sind Nebenwirkungen, die die Leber oder das blutbildende System betreffen. Der behandelnde Arzt kontrolliert daher zunächst alle zwei, ab dem sechsten Monat alle vier bis acht Wochen die Blutwerte. Kontraindikationen und Wechselwirkungen Während einer Schwangerschaft und in der Stillzeit darf das Medikament nicht gegeben werden. Auch Männer sollten unter der Behandlung zuverlässig verhüten. Patienten mit schweren Immundefekten sollten nicht mit Leflunomid behandelt werden. Die gleichzeitige Einnahme von Aktivkohle (zum Beispiel um den als Nebenwirkung auftretenden Durchfall zu behandeln!) kann die Wirkung des Medikaments beeinträchtigen. Auf eine Impfung mit Lebendimpfstoffen sollte verzichtet werden. Alkohol sollte während der Behandlung vermieden werden.
So bleiben pflegende Angehörige gesund
Die Pflege eines Angehörigen bereitet Freude. Ein dankbares Lächeln, das Gefühl, gebraucht zu werden und gemeinsame Momente – all das ist unbezahlbar. Doch: Pflege bedeutet auch Belastung. Auf der einen Seite ist es körperlich anstrengend, einen Menschen zu pflegen. Das Heben schwerer Lasten schadet dem Rücken. Häufig leiden pflegende Angehörige unter Schlafmangel, weil sie auch nachts für den Pflegebedürftigen da sind. Das führt oft zu Erschöpfung, Müdigkeit und kann das Immunsystem negativ beeinflussen. Hinzu kommen in der Regel psychische Belastungen. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle: Es bleibt kaum noch Zeit für etwas anderes als die Pflege, immer hat man das Gefühl, nicht allen gerecht zu werden, die Beziehung zum Pflegebedürftigen ändert sich, die Verantwortung, die auf den Schultern lastet, ist riesig. Häufige Folgen: Schlafstörungen, Nervosität, Gereiztheit, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Kopfschmerzen, depressive Verstimmungen und andere Symptome. Auch für sich selbst sorgen – Körper und Seele entlasten Diese möglichen Auswirkungen der Pflege auf den pflegenden Angehörigen zeigen: Bei der Pflege sollte nicht nur die Gesundheit des Pflegebedürftigen im Mittelpunkt stehen. Auch die der Pflegeperson kann beeinträchtigt werden. Ein häufiges Problem dabei: Viele pflegende Angehörige reagieren zu spät. Erst wenn sie eindeutige, nicht mehr ignorierbare Symptome zeigen, suchen sie sich Hilfe. Dabei sollten pflegende Angehörige von Beginn an etwas für ihre eigene Gesundheit tun. Helfen können verschiedene Tipps, wie etwa an Pflegekursen teilzunehmen und Kontakte zu anderen pflegenden Angehörigen zu knüpfen. Außerdem ist es für pflegende Angehörige wichtig, regelmäßig für Entspannung zu sorgen und sich gut beraten zu lassen – auch psychologisch. All das entlastet Körper und Seele und fördert auf diese Weise die Gesundheit.
Diagnose bei Burnout
Die Diagnose Burnout-Syndrom ist nicht leicht zu stellen. Denn sowohl die psychischen als auch die körperlichen Symptome können von Betroffenem zu Betroffenem stark variieren. Häufig suchen Menschen mit Burnout zunächst wegen ihrer körperlichen Symptome wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder Schlafstörungen einen Arzt auf. Deshalb gilt es in einem ersten Schritt, mögliche organische Ursachen für diese Beschwerden auszuschließen. Beispielsweise sollten in einer Laboruntersuchung die Schilddrüsenwerte gemessen werden. Denn eine Schilddrüsenunterfunktion kann ähnliche Symptome auslösen wie Burnout. Um zur Diagnose Burnout zu gelangen, ist dann vor allem ein ausführliches Arzt-Patienten-Gespräch wichtig. Ein erfahrener Arzt wird sich dazu Zeit nehmen und seinem Patienten detaillierte Fragen stellen, die ihm die Diagnose erleichtern. Im fortgeschrittenen Stadium des Burnout-Syndroms können auch Labor- und Herz-Kreislauf-Untersuchungen auffällige Werte aufweisen. Etwa können Veränderungen der Herzratenvariabilität, der Kortisolausschüttung oder der Menge der Geschlechtshormone im Blut festgestellt werden. Auch die Gerinnungsfaktoren können verändert werden. Burnout-Selbsttest Immer wieder werden verschiedene Burnout-Tests angeboten. Auch wir haben einen solchen Test für Sie erstellt:
Burnout – Stadien
Das Burnout-Syndrom verläuft nicht bei jedem Betroffenen gleich. Tatsächlich unterscheidet sich der Verlauf von Patient zu Patient oft stark. Dennoch wurde in der wissenschaftlichen Literatur versucht, Burnout in Stadien einzuteilen. Häufig erfolgte eine Einteilung in drei Stadien. Einig ist man sich darüber: Das Burnout-Syndrom beginnt schleichend. Betroffen sind meist Menschen, die etwas erreichen wollen, die hohes Engagement zeigen und ein geringes Bedürfnis nach Ruhe und Regeneration zu haben scheinen. Sie überfordern sich damit selbst und muten sich mehr zu als sie leisten können. Burnout Stadium 1 Im ersten Stadium fühlen sich die Betroffenen zunehmend erschöpft und ausgelaugt. Sie sind frustriert. Zudem können sie in ihrer Freizeit nicht mehr regenerieren, sie können ihre Akkus nicht mehr aufladen. Energie und Schwung, die sie für ihre Arbeit bräuchten, nehmen immer mehr ab. Häufig kommen eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte sowie chronische Müdigkeit hinzu. Burnout Stadium 2 Im weiteren Verlauf reagieren die Betroffenen zunehmend gereizt und zynisch. Sie entwickeln eine Gleichgültigkeit, sowohl beruflich wie privat. Auf Kunden, Mitarbeiter und Angehörige wirken Burnout-Betroffene gefühllos. Es folgen Resignation und die Vermeidung von Kontakten. Die Betroffenen ziehen sich immer mehr zurück, erfüllen nur noch ihr Pflichtprogramm. Nicht selten steigt in dieser Zeit der Alkohol-, Nikotin- oder Kaffeekonsum. Burnout Stadium 3 In Stadium 3 kommt es schließlich zu einem Leistungsabfall. Das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit schwindet immer mehr. Positive Erlebnisse und Erfolge gibt es nicht mehr. Auch Angst- und Panikattacken sowie Depressionen können jetzt auftreten. Eventuell schon zuvor vorhandene körperliche Symptome wie Schlafstörungen oder Kopfschmerzen verstärken sich. Schlusspunkt ist die völlige Erschöpfung. Die Betroffenen sind nun nicht mehr in der Lage ihren Beruf auszuüben.
Burnout – Symptome
Die Symptome, die beim Burnout-Syndrom auftreten, sind nicht einheitlich. Sie können sich von Betroffenem zu Betroffenem stark unterscheiden. Meist leiden Menschen mit Burnout unter einer Mehrzahl an psychischen wie auch körperlichen Symptomen, die nicht plötzlich vorhanden sind, sondern sich schleichend entwickeln. Im Folgenden aufgeführt finden Sie einige häufige psychische Symptome und Reaktionen, die jedoch nicht alle auftreten müssen: Erschöpfung, Verlust der Regenerationsfähigkeit, Gleichgültigkeit und emotionaler Rückzug (von der Arbeit, Kollegen, Klienten, Freunden), Vermeidung von Kontakten, Schuldzuweisungen, Aggressivität, Reizbarkeit, Zynismus, Angst, Alkohol-, Nikotin-, Drogenmissbrauch, Leistungsabfall, Flüchtigkeitsfehler, Dienst nach Vorschrift, Verflachung des emotionalen, geistigen und sozialen Lebens, Desinteresse, Vermindertes Selbstwertgefühl, Pessimistische Zukunftsaussichten, Verzweiflung, Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Suizidgedanken Daneben leiden Betroffene zudem meist unter körperlichen Beschwerden, für die keine organische Ursache gefunden werden kann. Das heißt, sie sind psychosomatisch bedingt. Zu den körperlichen Symptomen, die bei Burnout auftreten können, gehören unter anderem: Herz-Kreislauf-Beschwerden, Bluthochdruck, Anfälligkeit für Infekte, Verdauungsbeschwerden (Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Übelkeit), Schlafstörungen, Verspannungen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Ohrgeräusche (Tinnitus), Atemnot, Essstörungen, Appetitmangel
Burnout – Medikamente
Medikamente zur Therapie des Burnout-Syndroms sollten nur in Verbindung mit einer Psychotherapie gegeben werden. Zudem ist es sehr wichtig, dass ein Arzt die medikamentöse Therapie eng begleitet. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann eine Therapie mit Medikamenten wie Psychopharmaka durchaus sinnvoll sein. Sie erleichtern beispielsweise den Einstieg in eine Psychotherapie, indem sie die stärksten Symptome erst einmal lindern und den Betroffenen so aufnahmefähiger machen. Welche Psychopharmaka eingesetzt werden, richtet sich nach den Symptomen des Betroffenen. Antidepressiva beispielsweise hellen die Stimmung auf. Tranquilizer lösen Ängste und beruhigen, machen jedoch abhängig und dürfen deshalb nur kurzfristig eingenommen werden. Häufig werden pflanzliche Arzneimittel verschrieben, die etwa Johanniskraut enthalten. Das stabilisiert die Stimmung. Präparate mit Baldrian, Hopfen oder Melisse beruhigen dagegen. Zudem kann es bei der Therapie des Burnout-Syndroms sinnvoll sein, auch die körperlichen Symptome mit Medikamenten zu behandeln. Beispielsweise können kurzfristig Schlafmittel gegen Schlafstörungen eingesetzt werden. Auch Arzneimittel gegen Kopfschmerzen oder Verdauungsbeschwerden sind hier Beispiele.
COPD – Medikamente: PDE-4-Hemmer
Eine neue Medikamentengruppe, die bei COPD zum Einsatz kommt, sind die sogenannten Phosphodiesterase-4-Hemmer – kurz PDE-4-Hemmer. Der bisher einzige Vertreter dieser Gruppe ist der Wirkstoff Roflumilast. Roflumilast kommt bei schweren COPD-Fällen zum Einsatz Roflumilast wird bei Patienten mit schwerer COPD eingesetzt, bei denen es in der Vergangenheit oft zu sogenannten Exazerbationen, also akuten Verschlechterungen der Atmung kam. Der Wirkstoff blockiert die Wirkung des Enzyms PDE4, das am Entzündungsprozess bei COPD beteiligt ist, und wirkt somit entzündungshemmend. Die Therapie wird mit einem Bronchodilatator wie Salmeterol oder Tiotropiumbromid kombiniert – einem Medikament, das die Bronchien erweitert. Mögliche Nebenwirkungen Nebenwirkungen, die bei der Einnahme von Roflumilast auftreten können, sind zum Beispiel Verdauungsbeschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen, Gewichtsverlust sowie Kopfschmerzen. Es kann auch zu psychischen Störungen wie Angstzuständen, Nervosität, Schlafstörungen und Depressionen kommen. Nicht eingesetzt werden sollten PDE-4-Hemmer bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen.