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Schlaganfall – Symptome/Anzeichen
Bei einem Schlaganfall wird das Gehirngewebe nicht ausreichend durchblutet. Die Folge: Die Nervenzellen verlieren ihre Funktion und können nicht mehr die Abläufe im Körper steuern, für die sie verantwortlich sind. Wenn zum Beispiel plötzlich der linke Arm gelähmt ist, liegt eine Durchblutungsstörung in der rechten Großhirnhälfte vor. Denn in diesem Bereich liegen die Nervenzentren, die die Armbewegungen der linken Körperhälfte steuern. Die Symptome des Schlaganfalls können so Auskunft über den Ort der Durchblutungsstörung im Gehirn geben. Häufige Anzeichen: Muskelschwäche oder Lähmungen Muskelschwäche oder Lähmungen einer Körperhälfte oder Extremität sind häufige Symptome eines Schlaganfalls. Mediziner bezeichnen eine Muskelschwäche als Parese, eine vollständige Lähmung als Plegie. In den meisten Fällen ist nur eine Gehirnseite und damit auch nur eine Körperhälfte betroffen, dies gilt auch für die Gesichtsmuskeln einer Gesichtshälfte. Daher äußert sich ein Schlaganfall meistens durch einen einseitigen herabhängenden Mundwinkel und einen einseitigen unvollständigen Lidschluss. Weitere mögliche Anzeichen eines Schlaganfalls: Bewusstseinstrübung, Verwirrtheit bis hin zur Bewusstlosigkeit können in Abhängigkeit von Ort und Ausmaß der Minderdurchblutung auftreten. Bei manchen Patienten kommt es auch zu einer Wasseransammlung und Schwellung des Hirngewebes. Da das Gehirn im Schädel nur einen sehr begrenzten Raum hat, um sich auszudehnen, besteht die Gefahr einer Quetschung und dadurch einer weiteren Minderdurchblutung. Gefühlsstörungen, Taubheitsgefühl und Missempfindungen (Parästhesien) der Haut: Es kann eine gesamte Körperhälfte betroffen sein oder nur ein kleinerer Bereich wie Arm, Bein oder eine Hand. Aphasie: Auftretende Sprachstörungen können das Sprachverständnis (Wernicke-Aphasie) betreffen. Das heißt, der Patient kann die Bedeutung eines Wortes nicht mehr mit dem bezeichneten Gegenstand in Verbindung bringen, oder auch die Sprachmotorik (Broca-Aphasie). Die Zentren für das Sprachverständnis und für die Sprachmotorik liegen an unterschiedlichen Orten, weshalb die Störungen auch häufig isoliert vorkommen. Häufig treten Sprachstörungen in Kombination mit Lähmungen der rechten Körperseite auf, denn das Sprachzentrum liegt bei den meisten Menschen in der linken Großhirnhälfte nah bei den Zentren der Körpermotorik. Sehstörungen: Es kann zum Ausfall einer Hälfte des Gesichtsfeldes kommen, das bedeutet zum Beispiel, der Patienten sieht mit beiden Augen auf der linken Seite nichts, wenn das linke Sehzentrum im Gehirn durch eine Durchblutungsstörung im Bereich des hinteren Gehirnpols geschädigt ist. Neglect: Der Patient nimmt seine Umgebung und seinen Körper nur einseitig wahr. Zum Beispiel isst er den Teller nur auf einer Seite leer. Dies liegt nicht an einer Störung des Sehzentrum: In diesem Fall ist die Verarbeitung aller oder einiger Sinneseindrücke einseitig gestört. Doppelbilder: Manche Patienten sehen nach einem Schlaganfall doppelt. Hier ist der Teil des Gehirns betroffen, der die Augenmuskeln, und damit die Augenbewegungen steuert und koordiniert. Ein Auge kann sich dann nicht mehr in alle Richtungen bewegen. Der Patient sieht zwei sich überlappende, nicht deckungsgleiche Bilder. Störungen des Gleichgewichts und der Koordination, Schwindel, Gangunsicherheit treten oft auf, wenn die Gleichgewichtszentren oder Bereiche der Bewegungskoordination zum Beispiel im Kleinhirn Orte des Infarktes sind. Manchmal ist es dem Patienten dann unmöglich, zu gehen, zu essen und zu trinken. Schluckstörungen durch Lähmung oder Koordinationsstörungen des Schlundes, dem Pharynx. Schluckstörungen sind ein Indiz dafür, dass tiefer liegende Hirnregionen geschädigt sind. Übelkeit und Kopfschmerzen: Sie entstehen durch ein Hirnödem, sprich eine Wasseransammlung im Gehirn, die den Schlaganfall begleiten kann. Für einen hämorrhagischen Infarkt sind plötzliche extreme Kopfschmerzen typisch, ebenso wie Übelkeit oder auch ein epileptischer Anfall. Schlaganfall: Nehmen Sie die Warnzeichen ernst! Ein Schlaganfall stellt einen dramatischen Einschnitt ins Leben dar: Erwerbsunfähigkeit oder gar Pflegebedürftigkeit sind nicht selten die Folge. Doch soweit muss es nicht kommen. In vielen Fällen lässt sich ein Schlaganfall vermeiden - vorausgesetzt die Patienten nehmen die Frühsymptome ernst und begeben sich rasch in ärztliche Behandlung. Durch Blutdrucksenkung, der Behandlung von Gerinnungsstörungen oder gar auch einer Operation an der Halsschlagader kann man einem Schlaganfall oft vorbeugen.Zu den Warnzeichen des Schlaganfalls gehören: Sprachstörungen, Bewegungsstörungen, Gedächtnisverlust oder Vergesslichkeit Die Sprachstörungen können sich äußern durch: Stottern, Stammeln, Schwierigkeiten, das passende Wort zu finden - Mediziner sprechen von Wortfindungsstörungen, Verständnisprobleme: Die Betroffenen können Dinge, die ihnen erzählt werden, kognitiv nicht mehr erfassen, Schreibprobleme: Die Patienten halten zum Beispiel mitten im Wort inne und können plötzlich nicht mehr weiterschreiben. Warnzeichen für eine Störung der Bewegungszentren im Gehirn sind zum Beispiel: scheinbar unerklärliches Fallenlassen von Gegenständen, Stolpern und Stürze, Doppelbilder Ausgeprägte Vergesslichkeit kann ebenfalls Vorbote eines Schlaganfalls sein: Der Betroffene weiß zum Beispiel nicht mehr, was er am Tag zuvor gemacht hat. Jedes auffällige Symptom ernst nehmen Die Störungen können bereits Monate vor dem Schlaganfall auftreten. Mediziner bezeichnen sie als Transitorische Ischämische Attacken (TIA), sprich als vorübergehende Durchblutungsstörungen. Die Beschwerden halten jedesmal nicht länger als 24 Stunden an. Viele Betroffene vergessen sie deshalb schnell wieder. Doch sollten diese Vorfälle erst genommen werden und Sie zum Arzt führen. Sprach-, Bewegungs- und Gedächtnisstörungen sind typische Warnhinweise auf einen Schlaganfall, der durch einen Gefäßverschluss - meistens infolge von Arteriosklerose - hervorgerufen wird. Manchmal ist auch eine Hirnblutung die Ursache. In diesem Fall gibt es keine Warnzeichen. Die Blutung tritt abrupt ein und macht sich bemerkbar durch plötzliche und extreme Kopfschmerzen.
Burnout
Der Begriff Burnout kam Mitte der 1970er Jahre in den USA auf und bedeutet zu Deutsch „Ausbrennen“. Er bezeichnet einen Zustand starker emotionaler Erschöpfung. Seit seiner Einführung hat der Begriff eine steile Karriere hingelegt und ist inzwischen in aller Munde. Doch tritt das Burnout-Syndrom infolge veränderter Arbeitsbedingungen in unserer modernen Arbeitswelt wirklich häufiger auf? Oder ist es nur durch die häufige Thematisierung in den Medien heute präsenter in den Köpfen von Patienten, Ärzten und Psychologen? Wahrscheinlich ist eine Mischung aus beidem. Einige Experten vertreten auch die Ansicht, dass Burnout deshalb inzwischen so häufig thematisiert wird, weil es weniger stigmatisiert ist als die Depression, von der Burnout ihrer Meinung nach kaum abgegrenzt werden kann. Definitionsversuche Stellt sich also die Frage: Was ist Burnout eigentlich genau? Eine einheitliche Definition gibt es bisher nicht. Gleich ist bei vielen Definitionsversuchen, dass Burnout als Reaktion auf Stress bezeichnet wird. Es ist nicht als Krankheit anerkannt, aber man gesteht dem Burnout-Syndrom Krankheitswert zu. Eine Schweizer Expertengruppe, das „Swiss Expert Network on Burnout“, bezeichnet Burnout beispielsweise als „eine arbeitsassoziierte Stressreaktion, die zu einem anhaltenden negativem Gefühlszustand bei normalen Individuen führt.“ Klar scheint also, dass Stress und das Burnout-Syndrom eng miteinander verbunden sind. Stress ist jedoch sehr subjektiv. Während eine moderate Stressreaktion gut für die Gesundheit und den Umgang mit Stressoren sein kann, ist eine zu starke Reaktion gesundheitsschädigend. Wie der einzelne Mensch in einer potentiell stressigen Situation reagiert, hängt jedoch von ihm selbst und seiner Bewertung der Situation ab. Vielfältige Ursachen Die Ursachen für Burnout sind daher sehr vielfältig. Sicher spielen die Bedingungen der Arbeitswelt eine Rolle dabei, dass immer mehr Menschen wegen Burnout behandelt werden. Starker Zeitdruck, hohe Arbeitsbelastung oder die Fülle an Informationen, die jeder täglich verarbeiten muss, erhöhen den empfundenen Stress – und damit die Gefahr für Burnout. Jedoch kommen zu den beruflichen meist auch individuelle Ursachen hinzu. Mangelnde Stressbewältigungsmechanismen oder unrealistische Erwartungen an den Beruf sind hier Beispiele. Das Burnout-Syndrom ist ein schleichender Prozess. Symptome wie die Unfähigkeit zu regenerieren, emotionale Erschöpfung, der Rückzug aus dem Sozialleben und die Einschränkung der Leistungsfähigkeit treten meist nach und nach auf. Häufig kommen auch körperliche Symptome wie Kopfschmerzen oder Schlafstörungen hinzu. Da Betroffene oft nur wegen dieser körperlichen Beschwerden einen Arzt aufsuchen, ist die Diagnostik des Burnout-Syndroms nicht leicht. Therapie an die Symptome angepasst Die Therapie des Burnout-Syndroms wird an die auftretenden Symptome angepasst. Während es zu Anfang oft noch ausreicht, die Maßnahmen der Burnout-Prävention umzusetzen, stehen im fortgeschrittenen Stadium Maßnahmen zur Therapie der Burnout Folgen wie eine Psychotherapie und die Gabe von Medikamenten meist im Vordergrund. Wichtig bei der Burnout-Therapie ist vor allem die Eigeninitiative. Betroffene, die aktiv mitarbeiten, haben gute Chancen, das Burnout-Syndrom zu überwinden.
Burnout – Privatleben
Das Burnout-Syndrom hängt primär mit dem Beruf zusammen. Doch gibt es durchaus auch individuelle, private Ursachen, die zum Ausbrennen führen. Um Burnout vorzubeugen oder gegen ein beginnendes Burnout-Syndrom anzugehen, ist es deshalb wichtig, auch einige Präventionsmaßnahmen im privaten Umfeld zu treffen: Pflegen Sie intensive Kontakte zu Familie und Freunden: Burnout-gefährdete Menschen engagieren sich oft übermäßig in ihrem Beruf und vernachlässigen deshalb zwischenmenschliche Beziehungen. Sie drohen zu vereinsamen. Doch gerade soziale Kontakte schützen vor dem Ausbrennen, denn sie geben den nötigen Ausgleich. Pflegen Sie Hobbys: Auch Hobbys werden oft zugunsten des Berufs aufgegeben. Doch auch Sie ermöglichen einen Ausgleich und helfen dabei, gesund zu bleiben. Viele, die auf ein Burnout zusteuern, müssen ihre Hobbys erst wiederentdecken, weil sie schon vor langer Zeit vernachlässigt wurden. Erlernen Sie Entspannungstechniken: Menschen mit Burnout können nicht mehr regenerieren. Deshalb ist es sehr wichtig, sich regelmäßig zu entspannen – wenn auch nur kurz. Gut geeignet sind Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Denn sie sind einfach zu erlernen und können auch in einer Pause durchgeführt werden. Aber auch Yoga und andere Entspannungsmethoden können helfen. Planen Sie Ruhetage ein: Viele Burnout-gefährdete Menschen nehmen sich am Wochenende Arbeit mit nach Hause oder verbringen ihre freien Tage mit Hausarbeit oder stressigen Freizeitaktivitäten. Doch es ist wichtig, auch einmal zur Ruhe zu kommen. Planen Sie deshalb fixe Ruhetage oder zumindest Ruhezeiten in ihre Woche ein – am besten in einem festen Rhythmus. Sorgen Sie für guten Schlaf: Burnout-Betroffene leiden oft unter Schlafstörungen. Häufig können einige einfache Tipps und Tricks der sogenannten Schlafhygiene schon helfen, zu einem besseren Schlaf zu finden. Mehr dazu finden Sie hier. Lernen Sie, auf Ihren Körper zu hören: Meistens geht das Burnout-Syndrom mit körperlichen Symptomen, wie beispielsweise Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen, einher. Achten Sie darauf, wann die Symptome verstärkt auftreten und überlegen Sie, was sie in diesen Situationen ändern könnten. Treiben Sie Sport: Bewegung ist wichtig für den Körper und bietet einen guten Ausgleich. Doch achten Sie auf das richtige Maß und die richtige Sportart. Burnout-gefährdete neigen dazu, zu übertreiben. Sie können beispielsweise nicht mehr entspannen, wenn sie nicht mindestens zwei Stunden gelaufen sind. Das ist nicht sinnvoll. Auch stressreiche Sportarten sind nicht zu empfehlen. Meiden Sie Genussgifte: Der Missbrauch von Genussgiften wie Alkohol, Nikotin oder Koffein tritt bei Burnout häufig auf. Deshalb gilt: Alkohol und Koffein in Maßen, Nikotin meiden. Ernähren Sie sich gesund: Mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung fühlen Sie sich besser und sind schwungvoller. Das hilft, Burnout vorzubeugen.
Colitis ulcerosa – Medikamente: Kortison
Da es sich bei der Colitis ulcerosa um eine entzündliche Darmerkrankung handelt, setzen Ärzte in der Therapie vor allem Medikamente ein, die antientzündlich wirken. Zur Auswahl stehen 5-Aminosalizylsäure- und Kortisonpräparate. Kortison am besten nur in akuten Colitis-ulcerosa-Phasen nehmen Kortisonpräparate, auch Glukokortikoide, Kortikoide oder Steroide genannt, sind Abkömmlinge des körpereigenen Hormons Kortison. Zu ihnen zählen Prednisolon, Budesonid und Hydrokortison. Sie entfalten ihre antientzündliche Wirkung, indem sie immunologisch aktive Botenstoffe und Zellen hemmen. Ärzte versuchen Kortisonpräparate nur so lange einzusetzen, bis eine Symptomfreiheit (Remission) erreicht ist. Denn die Kortison-Nebenwirkungen sind erheblich. Dazu zählen Gewichtszunahme, Mondgesicht, Akne und Zyklusstörungen. Wird Kortison über einen längeren Zeitraum eingenommen, kann es auch Osteoporose, Linsentrübungen am Auge, Bluthochdruck und Depressionen verursachen. 5-Aminosalizylsäure hat weniger Nebenwirkungen als Kortison Die 5-Aminosalizylsäure-Präparate (Mesalazin, Sulfasalazin, Olsalazin) haben ebenfalls eine entzündungshemmende Wirkung, obgleich ihr genauer Mechanismus nicht bekannt ist. Vertreter dieser Wirkstoffgruppe sind die Medikamente Claversal, Salofalk oder Azulfidine. Die Wirkstoffe können als Tablette oder Kapsel eingenommen oder als Zäpfchen, Schaum oder Einlauf sowie direkt in die Vene gegeben werden. Bei 5-Aminosalizylsäure-Präparaten treten selten Nebenwirkungen auf wie Kopfschmerzen, Hautausschläge, Magenbeschwerden oder Fieber. Für den Erhalt der Remission empfehlen die Fachgesellschaften 5-Aminosalizylsäure-Präparate oder Probiotika. Ob während der Entzündungsaktivität Kortison- oder 5-Aminosalizylsäure-Präparate zum Einsatz kommen, hängt von der Aktivität und der Ausdehnung der Entzündung ab: Entzündungs-Aktivität Geringer Befall* Ausgedehnter Befall** Gering 5-Aminosalizylsäure lokal 5-Aminosalizylsäure oral Mäßig 5-Aminosalizylsäure und / oder Kortisonpräparate, lokal 5-Aminosalizylsäure und / oder Kortisonpräparate oral Stark Kortisonpräparate oral, intravenös oder lokal 5-Aminosalizylsäure oral und Kortisonpräparate oral oder intravenös * Nur der Mastdarm / die linke Seite des Dickdarms sind betroffen ** Der gesamte Dickdarm ist betroffen
Altersbeschwerden
Mit zunehmendem Alter laufen bei jedem Menschen Rückbildungsprozesse ab. Ganz verhindern lassen sich diese Veränderungen nicht. Aber übermäßig starke oder vorzeitige Alterserscheinungen können hinausgezögert werden. Erste Altersbeschwerden sollten nicht als Wehwehchen oder Zipperlein abgetan, sondern ernst genommen werden. Etliche sogenannte Zivilisationskrankheiten tragen zum Bild der „Altersschwäche“ bei. Ältere Menschen leiden auch häufig unter chronischen Schmerzen, die eine starke Verschlechterung der Lebensqualität verursachen. Viele Organsysteme verändern sich im Laufe des Lebens Besonders stark verändert sich mit den Jahren das Herz-Kreislauf-System. Beispielsweise verlieren die Blutgefäße an Elastizität und Funktionskraft. Je nach Veranlagung kommt es zu einer mehr oder minder ausgeprägten Arterienverkalkung (Arteriosklerose) – die Gefäße verengen sich oder können sogar verstopfen, Durchblutungsstörungen sind die Folge. Dadurch werden zahlreiche Altersbeschwerden ausgelöst oder verstärkt. Zudem kommt es im Alter häufig zu Hirnleistungsstörungen. Diese wiederum können zu Konzentrationsstörungen, Ohrensausen, Schwindel, Kopfschmerzen oder anderen Symptomen führen. Durch unsere bewegungsarme und sitzende Lebensweise sind viele Menschen im Alter muskulär schlecht ausgestattet. Dies erhöht zusammen mit anderen Faktoren die Gefahr für Stürze und Hilfsbedürftigkeit. Die weitverbreitete Osteoporose ist ein weiterer Grund für Gesundheitsprobleme im Alter. Knochenschmerzen und Brüche könnten jedoch bei rechtzeitiger Vorbeugung erheblich verringert werden. Vorsorge und frühzeitige Therapie zahlen sich später aus Bei der Therapie von Altersbeschwerden ist einiges zu beachten: Wunder können nicht vollbracht werden. Trotzdem sind eine Vielzahl unseriöser Produkte auf dem Markt, die Ihnen eine Problemlösung in wenigen Wochen vorgaukeln. Beugen Sie lieber rechtzeitig vor, um länger fit zu bleiben. Auch bei beginnenden Alterserkrankungen können Sie einiges tun. Mit allgemeinen Anti-Aging-Maßnahmen wie viel Bewegung, Gehirnjogging und einer gesunden Ernährung können Sie Ihre Lebensqualität steigern. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt die bei Ihnen bestehenden Risiken aufzeigen und arbeiten Sie daran mit, diese konsequent zu verringern. Dazu gehören auch die Wahrnehmung von Vorsorgeuntersuchungen und Check-Ups in der Hausarztpraxis.
Altersbeschwerden – Ginkgo biloba
Bei einigen demenzbedingten Altersbeschwerden kann die Einnahme von Ginkgo-biloba-Extrakten (Lebensbaum) helfen. Die Anwendung der Arzneipflanze hat eine lange Tradition. Sie wirkt Durchblutungsstörungen und deren Folgen entgegen. Die Gefäße werden besser mit Nährstoffen, vor allem mit Sauerstoff versorgt. Gleichzeitig erhöht sich die Fließfähigkeit des Blutes. Insgesamt zeigen Ginkgo-Extrakte gefäßschützende Eigenschaften. Ginkgo-Extrakte werden empfohlen bei alters- oder gefäßbedingten Hirnleistungsstörungen (demenzielles Syndrom) mit Symptomen wie Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, schnellen Ermüdungserscheinungen, Antriebs- und Motivationsmangel, altersbedingter depressiver Verstimmung, Schwindel, Ohrensausen oder Kopfschmerzen der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit) zur Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke. Hier leiden die Patienten unter Durchblutungsstörungen in den Beinen. Schwindel (gefäßbedingter oder organischer Ursache) Tinnitus (Ohrgeräusche – gefäßbedingter oder organischer Ursache) Vielfach werden Extrakte aus der Ginkgo-Pflanze angeboten. Sie sollen bestimmte Neurotransmitter – also Botenstoffe des Gehirns – bilden und auch die Fließgeschwindigkeit des Blutes verbessern. Sie werden als Antidementiva angewandt. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen hat allerdings nur den medizinischen Zubereitungen in hohen Dosen aus Ginkgo biloba bezüglich der Aktivitätsverbesserung des täglichen Lebens bei Demenzkranken einen Nutzen bestätigt. Bei allen weiteren Anwendungen, wie beispielsweise den kognitiven, also den bewussten, intellektuellen Fähigkeiten, ergaben sich nur geringe Hinweise auf eine Wirkung. Ginkgo-Extrakte helfen nicht bei Depressionen Ginkgo-Extrakte eignen sich nur zur Behandlung von „altersbedingten“ depressiven Verstimmungen. Gemeint sind Gemütsschwankungen, die im Rahmen des Alterungsprozesses auftreten, keine echten Depressionen.
COPD – Therapie/Behandlung
Im Falle einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (Kombination aus chronischer Bronchitis und Lungenemphysem) gibt eine Vielzahl von Therapiemöglichkeiten mit und ohne Medikamente. Die Wahl der geeigneten Behandlung hängt vom Grad der Erkrankung ab und ob akute Beschwerden bekämpft oder langfristige Erfolge erzielt werden sollen. Alle COPD-Patienten, die bislang Raucher waren, sollten nach der Diagnose der Erkrankung unbedingt damit aufhören. Diese scheinbar banalen Maßnahme stellt einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Verbesserung des Gesundheitszustands dar. Dabei sollte auch Passivrauchen vermieden werden. Da das Rauchen zudem der Hauptrisikofaktor für die Entstehung einer COPD ist, spielt der Verzicht auf Nikotin und Zigaretten auch zur Vorbeugung eine wichtige Rolle. Medikamente erweitern die Bronchien Medikamente können die Lebensqualität von Betroffenen verbessern. Sie werden meist zur Inhalation verabreicht. Beta-2-Sympathomimetika führen zu einer Verminderung der Atemnot und einer verbesserten Leistungsfähigkeit. Das Medikament bewirkt das Erschlaffen der Bronchialmuskulatur und erweitert die Bronchien. Zudem lindert es die Entzündung. Eine ähnlich entspannende Wirkung auf die Bronchien haben Anticholinergika. Diese Medikamente sind besonders zur schnellen Linderung von akuter Atemnot geeignet. Theophyllin bewirkt ebenfalls über das Erschlaffen der Muskulatur eine Erweiterung der Bronchien und erhöht zudem die Atemkraft des Patienten. Allerdings können bei der Therapie Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Unruhe und Schlaflosigkeit sowie Beschwerden im Magen-Darm-Bereich auftreten. Kortison zur Inhalation ist als Wirkstoff erst in der jüngeren Vergangenheit systematisch untersucht worden und hat sich dabei gerade bei Betroffenen im fortgesetzten Krankheitsstadium als hilfreich erwiesen. Mit dem Einsatz von Kortison soll eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes verhindert werden. Wegen den Nebenwirkungen sollte der Arzt während der Therapie regelmäßig prüfen, ob eine weitere Verabreichung notwendig ist. Therapie der COPD: nichtmedikamentöse Therapien Eine weitere wichtige Maßnahme zur Verbesserung des Gesundheitszustands bei einer COPD stellen unterschiedliche Formen von nichtmedikamentösen Therapien dar. Eine Therapie mit Sauerstoff ist besonders für Patienten mit fortgeschrittener COPD geeignet. Sie lindert nicht nur die Atemnot, sondern verbessert auch die Herz-Lungen-Funktion. Sauerstofftherapien sind sowohl für Verbesserungen in Akutsituationen als auch für Langzeitanwendungen möglich. Bei einer anderen Therapieform, der Atemtherapie, arbeiten COPD-Patienten aktiv an ihrer Atemtechnik und trainieren dabei ihre Atemmuskulatur. Langfristig wird damit das Atmen und Husten erleichtert. Es gibt unterschiedliche Übungen mit und ohne Hilfsmittel, mit denen Sie auch zu Hause üben können
Dengue-Fieber
Dengue-Fieber ist die häufigste Virusinfektion, die von Mücken übertragen wird. In der Mehrzahl gehen Experten davon aus, dass sowohl tag- als auch nachtaktive Mücken das Virus übertragen. Die wichtigsten Vektoren sind dabei die Ägyptische und die Asiatische Tigermücke. Beide sind schwarz-weiß-gestreift. Die Mücke nimmt das Virus beim Stechen einer infizierten Person oder eines infizierten Affen auf und überträgt es beim nächsten Stich auf einen anderen Menschen (oder Affen). Dengue-Fieber zählt zu den so genannten hämorrhagischen Fiebern, das heißt Betroffene können bei schweren Fällen zu Blutungen neigen. Dengue-Fieber zählt zu den häufigsten Krankheiten, die deutsche Touristen mit nach Hause bringen. Symptome und Krankheitsverlauf bei Dengue-Fieber Die Inkubationszeit liegt zwischen vier und 15 Tagen. Denguefieber beginnt meist mit abrupt stark erhöhter Temperatur, Hautjucken, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Schwindel. Hinzu kommen starke Muskel-, Glieder- und Gelenkschmerzen. Normalerweise heilt das Dengue-Fierber oft über eine lange Zeit, in der Stimmungsschwankungen auftreten können, aus. Bei der schwerer verlaufenden Form des Dengue-Fiebers (hämorrhagisches Dengue-Fieber) zeigen sich ein deutlich verschlechterter Allgemeinzustand, Blutungen in die Haut, in die Schleimhäute und die inneren Organe, Blutdruckabfall und Schock. Diese schwerere Form entwickelt sich oft nach der Zweitinfektion mit einem anderen Virustyp. Davon sind häufig Kinder und Jugendliche betroffen. Die Infektion mit einem bestimmten Subtyp hinterlässt zwar eine Immunität gegen diesen Typ, erneute Infektionen mit anderen Subtypen sind aber möglich. Diagnose und Behandlung bei Dengue-Fieber Der Arzt stellt Dengue-Fieber zum einen anhand von entsprechenden Symptomen und zum anderen durch Laboruntersuchungen des Blutes (auf Antikörper) fest. Ein speziell gegen die Erreger gerichtetes Medikament gibt es nicht. Die Behandlung beschränkt sich somit auf die Unterstützung der Körperfunktionen, sowie auf schmerz- und fiebersenkende Mittel (Acetylsalicylsäure aber unbedingt meiden). Wo kann Dengue-Fieber vorkommen? Dengue-Fieber ist in Afrika, Asien, Mittel- und Südamerika sowie in der Karibik verbreitet. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes schätzt die Zahl der Betroffenen auf 50 Millionen. Experten gehen davon aus, dass sich die Krankheit noch weiter ausbreiten wird. Gründe dafür sind unter anderem der Rückgang von Mückenbekämpfungsmaßnahmen, die Zunahme städtischer Brutstätten durch starke Vermüllung der Armenviertel in den Tropen sowie der Tourismus. Mögliche Impfungen gegen Dengue-Fieber Es gibt keine Impfung gegen Dengue-Fieber. Vorsorge gegen Dengue-Fieber Um nicht infiziert zu werden, sollte man für geeigneten Mückenschutz sorgen. Dazu zählt passende Kleidung, beispielsweise lange Hosen und Hemden, sowie Anti-Mückenmittel (Repellentien). Ein Moskitonetz für das Bett sollte ebenfalls dazugehören.
Durchblutungsstörung – Pflanzliche Mittel: Ginkgo biloba
Die Inhaltsstoffe von Ginkgo biloba (Lebensbaum) werden zur Vorbeugung und Behandlung zahlreicher gefäßbedingter Erkrankungen empfohlen. Zu den Anwendungsgebieten zählen Folgeerscheinungen der Arteriosklerose, wie Hirnleistungsstörungen und die sogenannte Schaufensterkrankheit (= periphere arterielle Verschlusskrankheit, Durchblutungsstörungen in den Beinen). Hirnleistungsstörungen äußern sich durch Konzentrations- und Gedächtnisschwäche, Nachlassen der intellektuellen Leistungsfähigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Ohrensausen oder beginnende Minderung des Hör- und Sehvermögens. Bei Durchblutungsstörungen (DBS) in Armen und Beinen klagen die Betroffenen über Kribbeln, Kältegefühl sowie Schmerzen in der Wadenmuskulatur beim Gehen. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch Schwindel und Tinnitus (Ohrgeräusche) mit Ginkgo behandelt werden. Zahlreiche Studien belegen die Wirkung der Ginkgo-Extrakte. Sie verbessern die Fließeigenschaften des Blutes die Versorgung der Gefäße mit Sauerstoff und Nährstoffen einige Symptome von Hirndurchblutungsstörungen die Leistungsfähigkeit des Gehirns die Funktion der Nervenzellen Extrakte aus der Ginkgopflanze sollen bestimmte Neurotransmitter, also Botenstoffe des Gehirns, bilden und auch die Fließgeschwindigkeit des Blutes verbessern. Sie werden deshalb auch als Antidementiva angewandt. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen hat allerdings nur den hoch dosierten medizinischen Zubereitungen aus Ginkgo biloba bezüglich der Aktivitätsverbesserung des täglichen Lebens bei Demenzkranken einen Nutzen bestätigt. Bei allen weiteren getesteten Punkten, wie beispielsweise den kognitiven, also den bewussten, intellektuellen Fähigkeiten, ergaben sich nur geringe Hinweise auf eine Wirkung. Zu beachten ist: Es gibt Qualitätsunterschiede zwischen den angebotenen Produkten. Die Verarbeitung und Qualität des angewandten Pflanzenmaterials sowie die Konzentration der Inhaltsstoffe nimmt entscheidend Einfluss auf die Wirkung. Apothekenware ist bezüglich ihrer Reinheit und Qualität geprüft. Wichtig für die Wirkung ist die ausreichende und regelmäßige Einnahme der Produkte. Beachten Sie die Dosierungsempfehlungen. Wirkstoffe Extrakt aus Ginkgo-Biloba-Blättern Ginkgo-biloba-Blätter-Extrakt
Hepatitis D
Hepatitis D ist eine Virus-Infektionskrankheit. Das verantwortliche Virus (HDV) kann sich nur in Verbindung mit dem Hepatitis-B-Virus vermehren. Menschen, die mit dem Hepatitis-D-Virus infiziert sind, tragen gleichzeitig das Hepatitis-B-Virus in sich. Hepatitis-D-Viren übertragen sich durch Blut oder Körperflüssigkeiten wie Sperma. Symptome und Krankheitsverlauf bei Hepatitis D Die Inkubationszeit liegt zwischen einem und acht Monaten. Hepatitis D beginnt häufig mit Müdigkeit, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust sowie Muskel- und Gelenkbeschwerden. Begleitend leidet der Betroffene auch an Fieber. Im weiteren Verlauf treten die typischen Symptome einer Gelbsucht auf: Dunkelfärbung des Urins, Hellfärbung des Stuhls und Gelbfärbung der Haut und der Augen. Eine Infektion mit Hepatitis B und Hepatitis D kann gleichzeitig erfolgen oder auch nacheinander. In letzterem Fall verläuft die Krankheit oft schwerer. Diagnose und Behandlung bei Hepatitis D Der behandelnde Arzt stellt Hepatitis D durch gezielte Blutuntersuchungen fest. Zurzeit gibt es kein wirksames Medikament gegen Hepatitis D. Der Arzt behandelt deshalb rein symptomatisch. Er verabreicht Schmerzmittel und verordnet Bettruhe. Alkohol ist strikt zu meiden. Bei einer chronischen Hepatitis D wird hochdosiertes Interferon alpha eingesetzt. Die Krankheit ist meldepflichtig. Wo kommt Hepatitis D vor? Hepatitis D ist weltweit verbreitet. Regionale Unterschiede gehen meist mit dem Entwicklungsstand des Gesundheitssystems einher. Mögliche Impfungen gegen Hepatitis D Eine Impfung gegen Hepatitis B schützt auch vor Hepatitis D. Allerdings ist die Wirkung nur dann gewährleistet, wenn zum Zeitpunkt der Impfung keine chronische Hepatitis B vorlag. Vorsorge gegen Hepatitis D Neben der Impfung ist eine weitere wichtige Vorsorgemaßnahme die Vermeidung von direktem Kontakt mit Körperflüssigkeiten. Schützen Sie sich neben der Impfung durch den konsequenten Gebrauch von Kondomen. Verwenden Sie außerdem nur Nadeln und andere medizinische Instrumente, die entweder sterilisiert oder neu verpackt sind (zum Beispiel Einwegnadeln).