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Akne – Medikamente: Hormone
Eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Akne scheint dem männlichen Sexualhormon Testosteron zuzukommen. Daher werden bei der medikamentösen Behandlung der Akne oft die weiblichen Gegenspieler – Antiandrogene – eingesetzt. Entsprechende Präparate mit Hormonen werden allerdings nur bei Frauen angewendet. Bei Männern würden die Hormone eine „Verweiblichung“ verursachen. Da die zur Therapie der Akne eingesetzten Mittel gleichzeitig als Empfängnisverhütung dienen, bieten sich für Frauen zum Beispiel Antibabypillen an, deren Hauptwirkstoff meist ein Östrogen ist. Bei Hormonen ist Geduld gefragt Eine Kombination mit Antiandrogenen, also Substanzen, die dem männlichen Hormon entgegenwirken, schlägt in vielen Fällen gut an und wird häufig von Ärzten verschrieben. Oft werden Gestagene verwendet. Aber auch hier ist Geduld gefragt: Der Talgfluss kann sich durch die Einnahme der Pille zwar schon nach einigen Tagen zurückbilden. Bis die weiteren Symptome der Akne zurückgehen, kann es aber einige Monate dauern. Wenn die Pille abgesetzt wird, blüht die Akne häufig wieder auf. Bei der Einnahme der Pille kann es zu Gewichtszunahme und einer allgemein stärkeren Ausprägung der weiblichen Körperformen kommen. Kopfschmerzen und Venenbeschwerden können ebenfalls auftreten. Bei Leberschäden, Neigung zu Thrombose oder (früherem) Brustkrebs, sollte die Pille nicht eingenommen werden.
Mittelohrentzündung – Symptome
Bei einer akuten Mittelohrentzündung (Otitis media acuta) entsteht durch die Entzündung Flüssigkeit im Ohr. Diese führt dazu, dass sich das Trommelfell vorwölbt (man nennt dies Paukenerguss). Das wiederum verursacht plötzlich einsetzende, starke Ohrenschmerzen. Wird der Druck auf das Trommelfell zu groß, kann es einreißen. Die meist geruchlose, wässrige und mitunter leicht blutige Flüssigkeit läuft dann nach außen ab. Der Schmerz lässt dann plötzlich nach. Hinzu kommt in den meisten Fällen eine verminderte Hörfähigkeit, die ebenfalls durch die Flüssigkeit im Ohr verursacht wird. Die außerdem zu beobachtende Rötung des Trommelfells rührt von der Entzündung her. Zu diesen Leitsymptomen kommen bei einer Mittelohrentzündung meist noch weitere typische Beschwerden hinzu. Dazu gehören: Fieber, Gleichgewichtsstörungen und Schwindel, Ohrgeräusche, Kopfschmerzen, schlechtes Allgemeinbefinden, Reizbarkeit Da eine akute Mittelohrentzündung sehr oft infolge einer durch Viren ausgelösten Erkältung auftritt, sind auch Erkältungssymptome wie Husten und Schnupfen nicht selten. Oft untypische Beschwerden bei Kleinkindern Während ältere Kinder die typischen Symptome einer Mittelohrentzündung meist genau benennen können, sind die Beschwerden bei Kleinkindern oft nicht eindeutig. Die Kinder sind unruhig, reizbar, quengelig und haben Fieber. Oft leiden sie auch unter Appetitlosigkeit, mitunter sogar unter Bauchschmerzen. Einzige typische Symptome für eine Mittelohrentzündung bei Kleinkindern können ein geruchloses, eitriges Ohrsekret und der sogenannte Ohrzwang sein. Letzteres bedeutet, dass die betroffenen Kinder sich immer wieder ans Ohr greifen.
Schuppenflechte – Medikamente: Biologika
Auf Basis der neusten Entdeckungen bei der Psoriasis-Entstehung haben Forscher mithilfe der Gentechnik eine neue Medikamentengeneration entwickelt – die sogenannten Biologika oder Biologics. Bei dieser Wirkstoffgruppe handelt es sich um biotechnologisch erzeugte Eiweißkörper. Bei der Schuppenflechte werden beispielsweise monoklonale Antikörper, die entzündungsfördernde Botenstoffe blocken können, eingesetzt. Sie kommen allerdings nur als Behandlungsoption infrage, wenn alle anderen Therapieversuche scheitern oder nicht möglich sind. Etanercept Bei schweren Formen der Plaque-Psoriasis kann Etanercept helfen. Dieses Mittel ist ein sogenannter TNF-α-Blocker: Es neutralisiert den Tumornekrosefaktor-alpha, einen speziellen Entzündungsbotenstoff (Zytokin), der bei der Zellteilung freigesetzt wird. Das Mittel wird einmal wöchentlich intrakutan gespritzt und beginnt nach ein bis zwei Monaten zu wirken. Häufigste Nebenwirkungen sind Hautreizungen an der Einstichstelle. Auch Kopfschmerzen, Müdigkeit, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen und Hautrötungen können auftreten. Während der Behandlung kontrolliert der Arzt Blutbild, Urin, Leber- und Nierenwerte. Gegenanzeigen für das Medikament sind Infektionen. Infliximab Infliximab ist ein monoklonaler Antikörper gegen den Tumornekrosefaktor- alpha (TNF-α-Blocker). Infliximab ist seit 2005 zur Behandlung der Schuppenflechte zugelassen. Er wird als Infusion stufenweise im Abstand von zwei bis acht Wochen verabreicht und wirkt bereits nach ein bis zwei Wochen. Das Medikament ist hochwirksam – bei 80 Prozent der Patienten verbessert sich das Beschwerdebild deutlich.Gegenanzeigen für Infliximab sind chronische Infektionen, insbesondere Tuberkulose, schwere Herzleiden sowie Schwangerschaft und Stillzeit. Als Nebenwirkungen können während und nach der Infusion Atemnot, Nesselsucht und Kopfschmerzen auftreten. Das Medikament kann die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen. Blutbild und Leberwerte müssen ständig kontrolliert werden. Weiterhin sind für die Behandlung der Schuppenflechte die Biologika Adalimumab (Ustekinumab, Golimumab) zugelassen. Adalimumab Der Wirkstoff Adalimumab ist auch ein monoklonaler Antikörper gegen den Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-α-Blocker) und sowohl für die Psoriasis vulgaris als auch für die Psoriasis-Arthritis zugelassen. Es wird in der Regel bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis eingesetzt, wenn andere systemische Therapien wie Ciclosporin, Methotrexat oder PUVA nicht das gewünschte Ergebnis gebracht haben oder nicht vertragen werden. Adalimumab wird bei aktiver und progressiver Psoriasis-Arthritis bei Erwachsenen eingesetzt, wenn eine vorher durchgeführte Basistherapie nicht ausreichend wirksam war.Es wird in regelmäßigen Abständen vom Arzt subkutan injiziert. Mögliche Nebenwirkungen sind dabei Schmerzen, Schwellung oder Juckreiz an der Einstichstelle. Oft treten Blutdruckerhöhungen, Infekte des Atmungsapparates oder der Harnwege auf – manchmal kommt es sogar zu schweren Infektionen wie einer Sepsis. Außerdem ist ein erhöhtes Krebserkrankungsrisiko nicht ausgeschlossen.
Allergien – Medikamente
Gegen allergische Beschwerden gibt es eine Reihe verschiedener Medikamente. Bei Heuschnupfen gibt der Arzt beispielsweise oft sogenannte Antihistaminika. Antihistaminika bremsen die Wirkung des Botenstoffs Histamin. Allerdings beeinträchtigen die Tabletten das Reaktionsvermögen und machen müde. Bei zugeschwollener Nase helfen abschwellende Nasentropfen. Cromoglicinsäure beugt Allergiebeschwerden vor Auch der Wirkstoff Cromoglicinsäure verhindert die Freisetzung allergieauslösender Botenstoffe wie Histamin. Allerdings ist Cromoglicinsäure bei akuten Beschwerden wirkungslos. Sie muss rechtzeitig vor der Pollensaison regelmäßig eingenommen werden – entweder als Augen- oder Nasentropfen beziehungsweise als Dosieraerosol für allergisches Asthma, um Beschwerden zu verhindern. Cromoglicinsäure ist sehr gut verträglich. Kortison für die Nase ... Wirksamer als Cromoglicinsäure oder Anthistaminika sind kortisonhaltige Nasensprays. Vorteil: Sie müssen nur ein- bis zweimal täglich angewendet werden. Allerdings dauert es ein paar Tage, bis sie zuverlässig wirken. Kortisonhaltige Augentropfen sind dagegen nicht zur Allergiebehandlung geeignet, weil sie zu Linsentrübung, erhöhtem Augeninnendruck und Entzündungen führen können. ... und für die Haut Bei einem allergischen Kontaktekzem hilft kortisonhaltige Salbe gegen den Juckreiz und die Entzündung. Sie darf aber nur vorübergehend benutzt werden, weil die Haut sonst Schaden nimmt. Kortisonhaltige Präparate verschreibt immer der Arzt. Juckreizstillend und entzündungshemmend wirken beim Kontaktekzem außerdem Gerbstoffe und helles sulfoniertes Schieferöl. Keine Angst vor Kortison Bei akuten heftigen Allergiebeschwerden wie Asthma oder einem anaphylaktischen Schock ist hochdosiertes Kortison das Mittel der Wahl. Es wirkt entzündungshemmend und bremst die überschießende Abwehrreaktion. Für kurze Zeit gegeben, sind auch hohe Dosen unbedenklich. Die gefürchteten Nebenwirkungen von Kortison wie Magengeschwür, Osteoporose, Diabetes mellitus, Gewichtszunahme und höhere Infektanfälligkeit treten erst auf, wenn der Wirkstoff über lange Zeit hochdosiert eingenommen wird. Deshalb prüft der Arzt immer sehr kritisch, ob es zur Dauergabe von Kortison nicht eine verträglichere Alternative gibt. Leukotrienrezeptorblocker ergänzen die Therapie Für asthmakranke Kinder und Menschen mit schwerem Heuschnupfen beziehungsweise Asthma gibt es weitere Therapiemöglichkeiten wie die Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten. Sie können in Kombination mit anderen Medikamenten oder auch allein verordnet werden. Sie besetzen die Andockstelle für Entzündungsmediatoren und können so die allergischen Reaktionen unterdrücken. Als unerwünschte Nebenwirkungen treten neben Kopfschmerzen auch gastrointestinale, also den Magen-Darm-Trakt betreffende Beschwerden und neuropsychiatrische Symptome auf. Die Leukotrienrezeptorblocker werden deshalb meistens gegeben, wenn die herkömmlichen Mittel nicht zufriedenstellend wirken. Anti-IgE-Antikörper für schwere Fälle Seit 2005 steht in Deutschland auch ein weiterer Wirkstoff aus dem Bereich der monoklonalen Antikörper zur Behandlung des schweren allergischen Asthmas, das auf die herkömmliche Therapie nur unbefriedigend anspricht, zur Verfügung. Dabei wird Omalizumab subkutan, also unter die Haut gespritzt. Als unerwünschte Nebenwirkungen können Kopfschmerzen sowie lokale Rötungen auftreten. Allerdings kam es auch unter der Therapie zu anaphylaktischen Reaktionen auf das Medikament. Als weitere ernstzunehmende Nebenwirkung wurde eine vermehrte Tumorbildung beobachtet.
Dengue-Fieber
Dengue-Fieber wird durch Mücken übertragen. Die Symptome sind oft schwer – hohes Fieber und starke Schmerzen sind nur einige der Anzeichen für die Erkrankung, die früher auch als Knochenbrecher-Fieber bezeichnet wurde. Dengue-Fieber wird von Mücken übertragen Dengue-Fieber ist die häufigste Virusinfektion, die von Mücken übertragen wird. Sowohl tag- als auch nachtaktive Mücken können das Virus übertragen. Die wichtigsten Vektoren – also Überträger – sind dabei die Ägyptische und die Asiatische Tigermücke. Beide sind schwarz-weiß-gestreift.Die Mücke nimmt das Virus beim Stechen einer infizierten Person oder eines infizierten Affen auf und überträgt es beim nächsten Stich auf einen anderen Menschen oder Affen. Dengue-Fieber zählt zu den sogenannten hämorrhagischen Fiebern, das heißt Betroffene können bei schweren Fällen zu Blutungen neigen. Dengue-Fieber gehört zu den häufigsten Krankheiten, die deutsche Touristen aus dem Urlaub mit nach Hause bringen. Symptome und Krankheitsverlauf bei Dengue-Fieber Die Inkubationszeit liegt gewöhnlich zwischen vier und sieben Tagen – die Erkrankung kann aber auch noch bis zu 14 Tage nach der Übertragung der Erreger erste Symptome verursachen. Dengue-Fieber beginnt meist mit abrupt stark erhöhter Temperatur. Dieser Fieberschub dauert typischerweise etwa zwei bis vier Tage. Hinzu kommen Hautjucken – teilweise in Form eines blassen Ausschlags –, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Schwindel. Typisch für Dengue-Fieber sind auch starke Muskel-, Glieder- und Gelenkschmerzen, aufgrund derer die Krankheit früher auch als „Knochenbrecher-Fieber“ bezeichnet wurde. Manche Betroffene leiden zusätzlich unter Übelkeit, Husten und Schnupfen. Normalerweise heilt das Dengue-Fieber über eine lange Zeit aus. In dieser Erholungsphase können vermehrt Stimmungsschwankungen auftreten. Die Symptome bei Dengue-Fieber sind: hohes Fieber, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Schwindel, Muskel-, Glieder und Gelenkschmerzen, häufig: juckender Ausschlag, seltener: Übelkeit, Husten und Schnupfen Die milde Form des Dengue-Fiebers Das Dengue-Fieber kann auch ganz mild verlaufen. Dabei zeigen die Erkrankten ähnliche Symptome wie beim „normalen Verlauf“. Die Beschwerden sind jedoch wesentlich milder ausgeprägt und halten maximal 72 Stunden an Schwere Form: das hämorrhagische Dengue-Fieber Nimmt das Dengue-Fieber einen schweren Verlauf, spricht man vom hämorrhagischen Dengue-Fieber oder vom Dengue-hämorrhagischen-Fieber (DHF). Betroffen sind meist Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren. Diese schwerere Form entwickelt sich oft nach der Zweitinfektion mit einem anderen Virustyp. Die erste Dengue-Infektion bewirkt zwar die Immunisierung gegen diesen speziellen Erreger – eine erneute Infektion mit einem anderen Subtypen ist aber möglich und kann dann zu einem schweren Verlauf der Erkrankung führen.Die Krankheit beginnt meist wie das klassische Dengue-Fieber – hinzu kommen jedoch Erbrechen und Atemnot. Dann verschlechtert sich der Zustand der Betroffenen oft deutlich – es treten Blutungen in die Haut, die Schleimhäute und die inneren Organe auf. Es kann zu Blutdruckabfall und Schock kommen – dies wird als Dengue-Schocksyndrom (DSS) bezeichnet. Die Symptome beim hämorrhagischen Dengue-Fieber sind: Typische Symptome wie beim „normalen“ Dengue-Fieber, Zusätzlich Erbrechen und Atemnot, Blutungen in die Haut und Schleimhäute (Petechien, Purpura), Teilweise Blutungen in die inneren Organe, Dengue-Schocksyndrom möglich (Blutdruckabfall und Schock) Diagnose und Behandlung bei Dengue-Fieber Bei entsprechenden Symptomen und einem Verdacht auf Dengue-Fieber sichert der Arzt die Diagnose mittels einer Laboruntersuchung des Blutes. Das Blut wird dabei auf entsprechende Antikörper getestet. Zur Therapie von Dengue-Fieber gibt es kein spezielles Medikament. Die Behandlung beschränkt sich auf die Unterstützung der Körperfunktionen, Flüssigkeitszufuhr sowie auf schmerz- und fiebersenkende Mittel. Acetylsalicylsäure darf nicht eingenommen werden, da es die Blutgerinnung hemmt. Wo kann Dengue-Fieber vorkommen? Dengue-Fieber ist in Afrika, Asien, Mittel- und Südamerika sowie in der Karibik verbreitet. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes schätzt die Zahl der Betroffenen auf 50 Millionen. Es ist eine der am weitesten verbreitetesten und am häufigsten übertragenen fieberhaften Infektionen. Laut Schätzungen der WHO infizieren sich pro Jahr bis zu 100 Millionen Menschen mit Dengue. Experten gehen davon aus, dass sich die Krankheit noch weiter ausbreiten wird. Gründe dafür sind unter anderem der Rückgang von Mückenbekämpfungsmaßnahmen, die Zunahme städtischer Brutstätten durch starke Vermüllung der Armenviertel in den Tropen sowie der Tourismus. Mögliche Impfungen gegen Dengue-Fieber Es gibt derzeit noch keine Impfung gegen Dengue-Fieber. Vorsorge gegen Dengue-Fieber Um nicht infiziert zu werden, sollte man für geeigneten Mückenschutz sorgen. Dazu zählt passende Kleidung – beispielsweise lange Hosen und Hemden – sowie wirksame Anti-Mückenmittel (Repellentien). Ein Moskitonetz für das Bett sollte ebenfalls dazugehören.
Erhöhtes Sturzrisiko durch Krankheiten im Alter
Trinken, trinken, trinken – ältere Patienten bekommen diesen Ratschlag bei fast jedem Arztbesuch zu hören. Allerdings erhöht nicht nur ein Flüssigkeitsmangel das Sturzrisiko. Einige andere Krankheiten können ebenfalls mit Stürzen in Verbindung stehen. Ein Flüssigkeitsmangel beeinträchtigt nicht nur Blasen-, Nieren- und Darmfunktion: Er kann auch das Sturzrisiko erhöhen, denn oftmals führt er zu einem Blutdruckabfall und damit zu Müdigkeit, Schwindel und Kopfschmerzen. Schlechtes Sehen und Hören erschweren die Orientierung und stellen somit im Alter ebenfalls ein Sturzrisiko dar. Vor allem steigt die Gefahr zu stürzen durch: Krampfanfälle (Epilepsie), Störungen des Gleichgewichtssinns, Nervenschädigungen durch Diabetes (Polyneuropathie), die sich meistens auch auf den Tastsinn der Füße auswirken, sodass der Betroffene den Untergrund nicht mehr so gut erspüren kann, Depression, Schwäche durch – auch kurze – Bettlägerigkeit, Blutarmut (Anämie), Alkoholmissbrauch Auch bestimmte Krankheiten, die im Alter häufig vorkommen, können das Sturzrisiko drastisch erhöhen: Krankheiten des Nervensystems: Krankheiten wie Demenz, Zustand nach einem Schlaganfall, Morbus Parkinson, Krampfanfälle oder Verwirrtheit können zu unterschiedlich stark ausgeprägten Störungen führen. Die Probleme reichen von Fehleinschätzungen der Situation oder des eigenen Könnens bis zur Unfähigkeit, bestimmte Bewegungen auszuführen. Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems: Auch Herzkrankheiten wie Herzrhythmusstörungen, niedriger Blutdruck oder koronare Herzkrankheit können das Befinden und die Befindlichkeit so sehr beeinträchtigen, dass Betroffene leichter stürzen. Nicht selten tritt ein kurzzeitiger Bewusstseinsverlust (Synkope) auf, dessen Ursache unbedingt abgeklärt werden muss.
Enzian – Heilpflanze | Wirkung und Anwendung
Eine heilende Wirkung wird der Wurzel des Gelben Enzians zugeschrieben. Angewendet wird er hauptsächlich als Schleimlöser bei Nasennebenhöhlen- und Atemwegsentzündung und bei Appetitlosigkeit und Blähungen. Enziantee wirkt vor den Mahlzeiten appetitanregend. Bei Enzian fällt einem gleich der blaublühende Enzian ein. Für medizinische Zwecke wird jedoch die Wurzel des Gelben Enzians verwendet. Der Gelbe Enzian kann bis 1,5 Meter hoch werden und besitzt große, goldgelbe, in Trugdolden stehende Blüten. Zu seinem Erscheinungsbild gehören ein hohler aufrechter Stängel und eine armdicke Wurzel. Die Frucht ist eine spitzkegelförmige Kapsel.Deutscher Name: Enzian Botanischer Name: Gentiana lutea Familie: Enziangewächse (Gentianaceae)Blütezeit: Juni bis AugustHerkunft: Mitteleuropäische Gebirgsregionen. Die Pflanze steht in Deutschland unter Naturschutz und darf nicht gesammelt werden. Anwendungsgebiete von Enzian Anregung der Verdauung, Völlegefühl, Blähungen, Appetitlosigkeit, Schleimlösend bei Nasennebenhöhlen- und Atemwegsentzündung Dosierung und Anwendung von Enzian Tee:Ein halber Teelöffel (1 Gramm) Enzianwurzel wird mit 150 Milliliter siedendem Wasser übergossen und nach 5 bis 10 Minuten abgeseiht. Oder kalt ansetzen: ein halber Teelöffel Enzianwurzel (1 Gramm) mit 2 Glas Wasser 8 Stunden lang kalt ziehen und den Auszug 30 Minuten vor den Mahlzeiten trinken.  Zur Appetitanregung eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten, bei Verdauungsbeschwerden nach den Mahlzeiten eine Tasse kalten oder mäßig warmen Tee trinken. Tagesdosis: Entsprechend 2 bis 4 Gramm der Enzianwurzel. Wirkungen Die Wurzel enthält glykosidische Bitterstoffe der Secoiridoid-Reihe, wie Gentiopikrosid und Amarogentin. Letzteres ist vor allem für den bitteren Geschmack der Enziangewächse verantwortlich. Daneben stecken gelbe Farbstoffe (Xanthone), 30 bis 55% Kohlenhydrate (Glucose und Fructose) und wenig ätherisches Öl in der Knolle. Hinweis Personen mit Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren dürfen Enzianextrakte nicht zu sich nehmen. Bei Überdosierung sind Magenreizungen möglich.Selten kann es zu Kopfschmerzen kommen.Schwangere sollten auf die Einnahme von Enzian-Extrakten verzichten.
Windpocken – Symptome, Inkubationszeit und mehr
Windpocken (Varizellen-Zoster) sind eine akute Infektionskrankheit, bei der sich juckende Bläschen auf der Haut und den Schleimhäuten bilden. Die meisten Menschen erkranken in der Kindheit. Auslöser ist das Varizella-Zoster-Virus, das durch Tröpfcheninfektion – also durch Husten und Niesen – übertragen wird. Das Virus ist sehr ansteckend. Ähnlich wie bei der Herpes-Simplex-Infektion, ziehen sich die Viren nach überstandener Krankheit im Körper zurück und überleben unbemerkt über Jahre. Im fortgeschrittenen Lebensalter kann es dann zu einer Reaktivierung des Virus und einer Zweiterkrankung kommen – der Gürtelrose (Herpes Zoster). Auslöser können Stress, UV-Strahlung oder Erkrankungen sein. Häufig haben die Betroffenen ein geschwächtes Immunsystem. Symptome und Inkubationszeit bei Windpocken Erste Symptome der Windpocken treten nach einer Inkubationszeit von 12 bis 21 Tagen auf. Die Ansteckungsfähigkeit beginnt bereits vor dem Auftreten des Ausschlags und hält etwa noch fünf bis sieben Tage nach dem Auftreten der letzten Blasen an.   Bei Windpocken können sich am ganzen Körper – besonders an Rumpf und Kopf – kleine rote Flecken bilden, die innerhalb von Stunden zu reiskorngroßen, juckenden Bläschen werden. Über mehrere Tage können diese Bläschen aufbrechen. Ältere Bläschen trüben ein und verkrusten. Während des Krankheitsverlaufs kann die Haut bunt gesprenkelt aussehen, da sich die Hauterscheinungen in unterschiedlichen Stadien befinden können. Auch die Schleimhäute sind gelegentlich von dem Ausschlag betroffen. Eventuell fühlen sich erkrankte Kinder abgeschlagen und haben leichtes Fieber. Bei Erwachsenen verläuft die Krankheit meist schwerer mit hohem Fieber, Kopfschmerzen und Erbrechen. Mögliche Komplikationen sind unter anderem eine Varizellen-Pneumonie oder eine Hirnhautentzündung. Behandlung von Windpocken Werden die Bläschen nicht aufgekratzt, heilen Windpocken meist nach zwei bis drei Wochen ohne Narben ab. Manchmal ist die Haut jedoch auch massiv geschädigt oder es besteht ein ausgeprägter Juckreiz. Hier empfiehlt sich die Anwendung eines juckreizstillenden Puders. In schweren Fällen kann der Arzt auch den Wirkstoff Aciclovir verabreichen.Seit 2004 ist eine Schutzimpfung zugelassen, die für alle Kinder und Jugendlichen empfohlen wird. Auch bei exponierten Personen und immunsupprimierten seronegativen Patienten sollte die Impfung durchgeführt werden.
Muskelverspannungen im Rücken
Rückenschmerzen werden meist nicht durch Erkrankungen an der Wirbelsäule oder den Bandscheiben ausgelöst. Wesentlich häufiger sind es Muskelverspannungen im Rücken, die zu Rückenschmerzen führen. Ursachen für Muskelverspannungen im Rücken Die Ursachen für Muskelverspannungen im Rücken sind vielseitig. Menschen, die am Schreibtisch sitzen, sind besonders gefährdet. Fehlhaltungen durch zu langes Sitzen, aber auch psychische Belastungen durch Stress erhöhen die Reizbarkeit bestimmter Nerven. Diese erregen dann die Muskelzellen, die Muskulatur wird angespannt – es  kommt zu Rückenbeschwerden. Aber auch andere Ursachen können zu Verspannungen der Rückenmuskulatur führen, etwa Übergewicht oder zu schwach ausgebildete Rücken- und Bauchmuskeln. Die Anzeichen für Muskelverspannungen im Rücken Meist führen Muskelverspannungen im Rücken zu eingeschränkter Beweglichkeit. Je nachdem, welche Muskeln im Rücken betroffen sind, führt das zu Schmerzen im Nacken, Schulter, Rücken oder Kreuz. Auch Kopfschmerzen werden häufig durch Verspannungen im Rücken verursacht. Die Therapie von Muskelverspannungen im Rücken Zur Behandlung der Muskelverspannungen stehen eine ganze Reihe von Möglichkeiten zur Verfügung: Als medikamentöse Therapie eignen sich wärmende Mittel, Schmerzmittel oder Muskelrelaxanzien. Als Injektionstherapie werden Medikamente auch direkt unter die Haut gespritzt. So wirken sie gezielt dort, wo sich die Verspannung befindet. Darüber hinaus bieten sich auch Massage an sowie andere physiotherapeutische Maßnahmen – etwa Wärme- und Wassertherapie. Auch pflanzliche Mittel, beispielsweise Beinwell und Teufelskralle, haben sich in diesem Zusammenhang bewährt – Bewegungsübungen unterstützen die Therapie. Auch das Erlernen der richtigen Sitzposition oder des korrekten Anhebens und Tragens von Lasten dient der Entlastung der betroffenen Muskelpartien.
Muskelverspannungen im Rücken – Massagen
Bei der allgemeinen Behandlung von Rückenschmerzen und Muskelverspannungen in Rücken kommt der Massage eine wichtige Rolle zu. Sie haben es bestimmt selbst schon einmal erlebt – oft reibt, drückt oder massiert man schmerzende Körperstellen selbst, ohne zuvor darüber nachzudenken. In einfachen Fällen bringt diese quasi automatische Selbsthilfe schon Erleichterung. Das kennen Sie vielleicht, falls Sie bei heftigen Kopfschmerzen Ihre Schläfen gerieben haben. Bei hartnäckigeren Schmerzen begeben Sie sich in die Hände der Fachfrau oder des Fachmanns, des Masseurs. Er oder sie versucht, Ihre Schmerzen durch die gezielte Auswahl und Anwendung von unterschiedlichen Techniken zu lindern.Das Ziel der Massagebehandlung ist es, über eine verbesserte Durchblutung einen günstigen Stoffwechselzustand der Muskeln herbeizuführen, damit Verspannungen nachlassen. Wichtige Massageformen sind die Muskel-, die Reflexzonen- und die Bindegewebsmassage.Eine besonders günstige Massageform ist die Unterwasserstrahlmassage, die sich sehr gut dafür eignet, mit medikamentöser Unterstützung Schmerzen zu lindern. Der Vorteil dieser Methode ist, dass sich Ihr Körper im warmen Wasser leichter entspannen kann. Das schafft gute Voraussetzungen dafür, dass sich Muskelverspannungen lösen.Wenn die Schmerzzustände allerdings sehr heftig sind, ist mit Massage nichts auszurichten, ja sie kann sogar undurchführbar werden. Das ist dann der Fall, wenn Ihre Muskulatur jeden Berührungsreiz nur mit noch stärkerer Verspannung beantwortet. Auch ein erkranktes Gelenk kann sich durch vermehrte Muskelspannung schützen und sperrt sich dadurch vor schmerzhafter Bewegung.Wenn der Arzt bei Ihnen allerdings einen Bandscheibenvorfall diagnostiziert hat, der mit Beinschmerzen verbunden ist, dürfen Sie unter gar keinen Umständen Massagen durchführen lassen. Bei der klassischen Massage werden fünf unterschiedliche Griffe hintereinander durchgeführt: Streichungen, Knetungen, Reibungen, Klopfen und Klatschen sowie Schwingungen. Alle zusammen haben das Ziel, verspannte Muskeln zu lockern, geschmeidiger zu machen und für eine verbesserte Durchblutung von Haut und Geweben zu sorgen.